Wie schwer ist es Klavier zu lernen?

In diesem Beitrag widmen wir uns der Frage, wie schwierig es ist das Klavierspielen zu lernen.

Es scheint so einfach zu sein – die beweglichen Finger fliegen förmlich über die Tasten und aus dem Klavier ertönt eine bezaubernde Musik. Auf den ersten Blick sieht es einfach aus und die Pianisten scheinen auch nicht das geringste Problem mit dem Spielen zu haben. Auf die folgenden Punkte soll u. a. eingegangen werden:

  • Welche Voraussetzungen sollte man als Klavier Anfänger mitbringen?
  • Warum wirkt das Klavier auf den ersten Blick so überwältigend?
  • Wie lässt sich der Erfolg beschleunigen und wo fängt man an?

Um Sie gleich zu beruhigen und zu animieren: das Schwierigste beim Klavierlernen ist mit dem Spielen zu beginnen und geduldig über Wochen, Monate und Jahre zu üben. Machen Sie nicht den zweiten Schritt vor dem ersten. Übungsbereitschaft, Motivation und Geduld werden Ihre besten Lehrer sein.

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Das Klavierspiel überwältigende Aufgabe?

Vor dem Start geistern vielen Neulingen viel zu komplizierte Fragen im Kopf herum, z. B. woher wissen Pianisten, welche Tasten sie auf dem Klavier drücken müssen und wie können sie bei der recht großen Anzahl der unterschiedlichen Tasten noch den Überblick behalten? Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, dass das Stück, welches sich am leichtesten anhört, am schwersten zu spielen ist. Und ein bisschen ist es so. Je einfacher, lockerer und freier sich ein Stück auf dem Klavier anhört, umso mehr Arbeit, Leidenschaft und Übung steckt hinter diesem.

Doch – nun einmal ganz langsam und von vorne:

  • Wie schwer ist es Klavier zu lernen – ohne Vorkenntnisse?

  • Können Sie auch im Erwachsenenalter starten?

Wenn Sie etwas lernen WOLLEN, bringen Sie bereits die erste Voraussetzung mit sich, um ans Ziel zu gelangen. Denken Sie nur einmal an den Unterricht in der Schule zurück: bestimmt haben Sie Dinge, welche Ihnen gefielen, deutlich besser gelernt als Inhalte, bei welchen Sie sich zwingen mussten Ihre Aufmerksamkeit der Tafel und nicht dem Staubkorn in der Ecke zu widmen.

Je höher die Begeisterung, desto schneller die Lernerfolge.

Ist man als Erwachsener benachteiligt?

Leider trauen sich viele Menschen nicht, sich im Erwachsenenalter und als völliger Novize an das Klavierspiel zu wagen (siehe Klavier spielen selbst lernen). Doch wer sagt, dass Sie unbedingt im Kindesalter anfangen müssen, Klavier zu spielen? Es ist nie zu spät diesem wunderschönen Instrument Leben zu verleihen und die schönsten Melodien auf diesem zu spielen. Machen Sie sich bewusst:

  • Das Klavierspielen zu lernen ist keine Frage des Alters,

  • Man kann auch mit 40, 50 oder 60 Jahren noch damit starten,

  • Einfach mit dem Spielen zu beginnen ist immer die beste Lösung.

Wenn Sie am Ball bleiben, bleiben auch die Fortschritte nicht aus. Wer weiß, vielleicht können Sie sich schon in einigen Monaten spontan in einer Bar an das Klavier zu setzen und die Gäste beeindrucken. Solange Sie nicht „Alle meine Entchen“ präsentieren, versetzt selbst ein sehr leichtes Stück andere Menschen ins Erstaunen. Natürlich gibt es, wie in allen anderen Bereichen, auch beim Klavierspielen einige Stücke, welche einiges an Zeit, Übung und Geduld erfordern werden. Folgende Aspekte sollten Sie berücksichtigen:

  • Je weiter sie fortschreiten, umso anspruchsvoller gestalten sich die Stücke.

  • Sie werden immer geduldiger sein und mehr Zeit für das Lernen einer Zeile aufbringen müssen.

  • Sie müssen hartnäckig sein und gegebenenfalls eine Stelle über Tage hinweg lernen, bis ihre Finger und ihr Kopf die Tastenfolge verinnerlicht haben.

Ob das Klavierspielen nun schwierig ist oder nicht schwierig, ist relativ: um genau zu sein, gibt es viele andere Dinge, die deutlich schwieriger sind und Sie in Ihrem Leben bereits gemeistert haben. Sie müssen einfach nur den Mut haben und den ersten Schritt machen.

Einen hohen Berg zu erklimmen, ist leichter, wenn sich Etappenziele setzen.

Räumen Sie, mit der Hilfe professioneller Musiklehrer bzw. Tutorials im Internet, die Steine aus dem Weg und untermalen Sie ihre Reise mit der Melodie auf dem Klavier. Der Ausblick, welchen Sie oben am Berg haben, wenn Sie einmal angekommen sind, ist unglaublich (siehe wie lerne ich Klavier spielen).

Natürlich lernen Sie das Instrument nicht von heute auf morgen. Doch es gibt zahlreiche Dinge, welche deutlich schwieriger sind. Wenn Sie gewillt sind, Klavierspielen zu lernen und sich mit Leidenschaft und Geduld an die Sache begeben, werden Sie schon bald die ersten Erfolge erzielen.

Klavier lernen: schwer oder nicht schwer?

wie lernt man klavier spielen

Hier sind 5 Punkte, die Ihnen Mut machen sollten…

Das Lernen eines Berufes kann schwieriger sein

Sie haben bestimmt einen Beruf gelernt oder an der Universität studiert und arbeiten inzwischen in einer Firma oder auch als Selbstständiger auf dem Arbeitsmarkt. Wenn dem so sein sollte, haben Sie bereits Unglaubliches geleistet. Das beschränkt sich nicht nur auf die Ausbildung:

  • Sie besitzen Fertigkeiten, die Ihnen vor ein paar Jahren noch unerreichbar erschienen,

  • Sie verfügen über ein Wissen, für das Sie zahllose Lernerfahrungen machen mussten.

Sie sehen: in Ihrem Leben haben Sie sicherlich schon viele Dinge geleistet, welche deutlich schwieriger und anspruchsvoller als das Klavierspielen sind. Unterschätzen Sie sich nicht und trauen Sie sich. Das Klavierspielen mag schwer aussehen, ist aber, im Grunde genommen, eine reine Übungssache.

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So viele Tasten … oder doch nur zwölf?

Sie setzen sich vor die Tastatur eines Klaviers und sind direkt geschockt – so viele Tasten? Sie haben schon Schwierigkeiten damit, Ihre eigenen Gedanken in Ihrem Kopf zu sortieren und sollen jetzt auch noch die Tasten auf dem Klavier koordinieren? Auf den ersten Blick mag Sie das in Angst und Schrecken versetzen. Ein zweiter Blick auf die Beschaffenheit der Tastatur macht deutlich, dass sich die Abschnitte immer wiederholen:

  • Ganz links an der Tastatur erklingen die Töne schwer und tief.

  • Je weiter Sie nach rechts rutschen, werden die Töne immer höher,

  • Um genau zu sein, handelt es sich um lediglich zwölf Töne.

Das scheint Ihnen immer noch viel? Dann gibt es eine gute Nachricht für Sie – für viele Lieder brauchen Sie nicht mehr als sieben Töne und können alleine mit diesen bereits atemberaubende Melodien kreieren.

Mit der einfachen C-Dur-Tonleiter – die weißen Tasten – (CDEFGAHC) haben Sie die Bausteine, welche Sie brauchen, um die Melodien zu spielen. Erst später gesellen sich auch die schwarzen Tasten dazu.

Das Fazit zu diesem Punkt: solange Sie nicht selbst die Anforderung an sich stellen, von heute auf morgen bei „X-Faktor“ zu sitzen und sich als neues Wunderkind des neuen Jahrtausends zu präsentieren, können Sie innerhalb weniger Tage bereits einige Lieder spielen lernen.

Schnelle Erfolgsergebnisse mit Grundlagen

Sie brauchen Erfolg, damit Sie motiviert bleiben.

Das ist vollkommen nachvollziehbar und verständlich. Der vielleicht wichtigste Hinweis, den wir Ihnen geben können, ist es den Weg zum Ziel zu machen und sich keine in Stein gemeißelte Fristen zu setzen. Zwar spielen auch Faktoren, wie Begabung und Übungsaufwand eine Rolle aber in letzter Hinsicht ist es die Freude einfach am Klavier zu sitzen, welche Ihnen unvermeidliche Resultate bringt. Ein Tipp spezielle für Anfänger:

Vernachlässigen Sie zum Anfang die schwarzen Tasten. Auch die Pedale, welche in Ihnen den Eindruck erwecken lassen, Sie befänden sich hinter dem Steuer Ihres Autos, sollten Sie ganz am Anfang ignorieren.

Hier sind 5 schnelle Tipps, die Ihnen helfen können:

  • Lernen Sie die Grundlagen des Klavierspiels Schritt für Schritt,
  • Beschäftigen Sie sich mit dem Klavier und seinen Funktionen,
  • Recherchieren Sie nach Online-Kursen bzw. Tutorials,
  • Versuchen Sie JEDEN einzelnen Tag etwas zu üben,
  • Arbeiten Sie an der Haltung der Hände und des Körpers

Autofahren ist schwieriger als Klavierspielen

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Fahrstunde? An die Angst vor dem Verkehr und der Straße? Erinnern Sie sich, wie Sie von Mal zu Mal sicherer wurden und das Autofahren nun für Sie, wie von Kinderhand geht? Ja, das Autofahren wurde für Sie zu einem Automatismen und motorische Abläufe sind nun in Ihrem Unterbewusstsein gespeichert. In gewisser Hinsicht ist das Autofahren sehr viel schwieriger als das Klavierspielen:

  • Sie drücken eine falsche Taste? Macht nichts – es kommt sicher nicht die Musikpolizei, um Ihnen einen Strafzettel auszustellen.

  • Sie sind unkonzentriert und möchten heute einfach mitten während des Spielens aufhören, weil Sie zu müde sind? Kein Problem – aber versuchen Sie das mal auf der Autobahn.

Sie sehen, worauf das Beispiel hinausläuft – viele alltägliche Dinge sind deutlich schwieriger als das Klavierspielen. Beim Erlernen des Klaviers geht es wie bei jedem „Handwerk“ es vor allem um Automatismen und die Gewöhnung an ungewohnte motorische Abläufe. Erfahren Sie hier die 5 typischsten Anfängerfehler…

Definieren Sie Ihre Ansprüche

Was viele Menschen vor dem Einstieg in das Klavierspiel zurückschreckt, ist zum einen die Unwissenheit und zum anderem der direkte Vergleich zu Konzertpianisten. Achtung: nicht mal professionelle Musiklehrer messen sich an hochbezahlten Konzertpianisten. Um ein solcher Vollprofi zu werden, spielen die Profis bis zu sechs Stunden oder mehr am Tag an dem Instrument und gehen nebenbei keiner anderen beruflichen Tätigkeit nach.

Wagen Sie den Schritt, beziehungsweise den Anschlag der Tasten und freuen Sie sich auf das Kreieren vieler harmonischer und schöner Melodien. Denken Sie immer daran – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Übrigens: selbst wenn Sie Konzertpianist werden wollen – jeder hat einmal klein angefangen!